Metro Paris – Großstadt-Dschungel – Fotokunst von Clarisse Rebotier

Willkommen im Großstadt-Dschungel.

Das steht als Synonym für den alltäglichen Wahnsinn und die hektische Mentalität von modernen Metropolen. Nur dass dabei die Raubtiere eher die Spekulanten sind und das Dickicht wird scheinbar durch diverse Straßenschilder ersetzt.

In diese beinahe lebensfeindlichen Betonwüsten würde sich kein wildlebendes Tier freiwillig verirren. Da hilft es nur, sie zu ihrem Aufenthalt zu zwingen, sei es im Zoo oder noch vereinzelt im Zirkus.

 paris-metro-fotokunst-clarisse-bouthier-photo-design

Die sinnvollerere und auch stilvollere Variante der Fotomontage ist hingegen unser Favorit.

Und die französische Fotografin Clarisse Rebotier hat sich dem spannenden Thema angenommen, das uns durch seine originelle Idee und den Humor verzückt. Auch die technische Umsetzung kann durch filigrane Handwerkskunst überzeugen.

paris-metro-fotokunst-clarisse-bouthier-photo-design

Somit wird die Pariser Metro auf den Fotos mit exotischen Tieren bevölkert, bei denen sich Affen, Giraffen, Elefanten oder auch Panther wie selbstverständlich unter das Menschenvolk mischen dürfen. Alles wirkt wie schon immer dagewesen in der “Animetro”-Fotoserie, die uns ein wenig an Noahs Arche erinnert.

Doch noch eher liegt ein Touch von Filmen wie Planet der Affen oder 12 Monkeys in der schwarz-weißen Luft.

 paris-metro-fotokunst-clarisse-bouthier-photo-design

Würde das gemeinsame Zusammenleben von Mensch und Tier hier totales Chaos oder Bereicherung bedeuten?

Ist die maximale Vielfalt von Lebensformen an einem Ort immer besser als eine in sich geschlossene Gemeinschaft von Artverwandten ?

Der Löwe sollte durchaus bereit sein, sich ein U-Bahn-Ticket zu kaufen und das rohe Fleisch am dafür vorgesehenen Automaten zu ziehen, anstatt es am lebenden Objekt heraus zu beißen. Und auch ein Strauß müsste den Beutel für die Exkremente immer am Mann haben.

Denn andersherum weiß auch ein Rüdiger Nehberg, dass man im echten Dschungel mit dem Beharren auf eigenen Zivilisations-Ansprüchen keine langfristigen Erfolge feiern wird.

Die Monochrom-Fotos im Beitrag stammen von der Seite der Fotografin, wo auch noch einige weitere Foto-Projekte von ihr präsentiert werden. Mit dem Klick auf den Link gelangt ihr hin:

www.clarisserebotier.com

Kommentar verfassen