Fußball WM Brasilien: Kritische Beamer-Grafiken vom Coletivo Projetação

Was ist wenn Journalisten wie Hunde “unsere Jungs” anhecheln und pubertäre Wendy-Leserinnen ihren Teilzeit-Nationalstolz entdecken?

Genau, Fußball-WM.

An der perfekten Umsetzung dieser Amüsierveranstaltung feilen Strategen seit Jahrzehnten, damit die Ziel-Objekte für den Brot und Spiele-Mechanismus auch tatsächlich den gewünschten Grad an Konsumgeilheit und Gruppendynamik erreichen.

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Wir sind übrigens große Freunde des Rasenballsports, wenn sich das Ganze um Bundesliga und Europacup dreht. Dann liegt unser Fokus auf interessanten spannenden Spielen und dem Wetteifern mit Freunden in einer Manager-Liga.

Denn dafür wird nach unserer Kenntnis niemand enteignet, bestochen oder sogar heimlich erschossen, damit das überhaupt stattfinden kann. Und die Milliarden für die Finanzierung bringen meistens Privatiers ein, die ihr Unternehmen nicht als steuerbefreiten Verein führen dürfen.

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Doch bei der Weltmeisterschaft in Brasilien funktioniert die Massenhysterie diesmal nur schleppend.

Was zum Confed-Cup bereits zu beobachten war, setzt sich nun vor und während des Turnieres fort. Das geschröpfte und oft desillusionierte Volk begehrt auf, gegen die Verschwendung der Staats-Ressourcen, die am Ende ohnehin nur bei FIFA und Partnern landen.

Selbst die ehemaligen Würstchen-Brater am Stadion werden zu Gunsten der Fastfood-Ketten verscheucht. Auf der deutschen Fanmeile, präsentiert von einem koreanischen Autokonzern, spielt das natürlich keine Rolle.

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Im Land des fünfmaligen Pokal-Gewinners hingegen hegt sich enormer Widerstand. Die als fußballbegeisterten und feierfreudigen Menschen bekannten Brasilianer, lehnen sich gegen die Politisierung des Sportes auf. Das zeigt sich in stark besuchten Demonstrationen, die mit entschiedener Härte vom System zurück geschlagen werden.

Und auch die künstlerische Note offenbart sich in diversen Aktionen, wie etwa den kritischen Projektionen vom Coletivo Projetação.

Wie der Name schon vermuten lässt, nutzt das Kollektiv moderne Technik, um ihre Botschaften an gut frequentierten öffentlichen Wänden zu platzieren. Ob der Anblick einen Funktionär auf seinem Weg zur minderwertigen Prostituierten stört, wissen wir nicht, doch uns gefällt das Schaffen vom Kollektiv vorzüglich.

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Wenn die Entwicklung so weiter läuft, kauft den Event irgendwann noch ein diktatorischer Wüstenstaat, ohne bestehende Fußballtradition und die Spieler quälen sich dann bei 40 Grad. Weitere tolle Ideen: Jedes Jahr eine WM mit 128 Mannschaften, 2 Tore Vorsprung für bevorzugte Top-Teams bei Spielstart, ein Ordnungsgeld für alle Public Viewing-Verweigerer…

Hier könnt ihr noch mehr Bilder sehen und dem Coletivo Projetação bei Sympathie folgen: www.facebook.com/plataformaprojetacao

Achso, fast vergessen: Schlaaaaaaand!

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