Prada, Gucci, Versace, Burberry, Louis Vuitton in einer Pop-Art-Fiktion

Branding ist heutzutage oft wichtiger als das Produkt selbst.

Farben, Formen und Image bestimmen den Wert einer Marke. Somit entsteht über einen längeren Zeitraum, durch wiederkehrende Logos oder einen speziellen Stil von Kampagnen, eine fast magische Anziehungskraft.

Im Bestfall offenbart sich dem Sympathisant eine bestimmte Farbe oder ein Logo und schon entwickelt er ein wohliges Bauchgefühl und die Fantasie setzt ein. Je nach Historie der Marke, werden dabei automatisch die individuellen Merkmale der Manufaktur im Gehirn als Erinnerung freigesetzt.

prada-gucci-versace-louis-vuitton-pop-art-design

Meistens funktioniert das auch nicht mittels ausschweifender Werbung, wie einige große Start-Ups in letzter Zeit zum Glück schmerzlich erfahren mussten, sondern solch ein Kult muss stetig wachsen und gedeihen.

So eine 100-jährige Tradition schafft Vertrauen. Vor allem bei elitärem Klientel ist häufig auch ein entsprechender Intellekt vorhanden und ebenso ein ausgeprägter eigener Stil, selbst wenn er gelegentlich klischeehafte Nuancen in sich trägt.

prada-gucci-versace-louis-vuitton-pop-art-design

Und in dieser Kaste sind eben Marken wie Prada, Gucci, Moncler, Versave, Hermes, Chanel oder Louis Vuitton das Maß aller Dinge, dank ihres jahrzehntelangen product placements in der high society.

Da wirkt die Sichtung eines altbekannten Monogrammes wie die Klingel für den Hund vom Pawlow. Die anspruchsvolle Käuferschicht verbindet ein klar definiertes Genre mit den Brands und deswegen ist es schwierig, einen neuen Markt zu erobern.

prada-gucci-versace-louis-vuitton-pop-art-design

Bei Konzernen wie Google ist das ziemlich egal, doch im Falle von Meissener Porzellan wirkt es durchaus gewöhnungsbedürftig, wenn dort auf einmal Kissen angeboten werden.

Diesen Ansatz massiv übersteigern – das war zuletzt die Idee von Peddy Mergui. Er hat sich die oben genannten Luxus-Brands genommen und deren bekannte Ästhetik mit banalen Produkten vermischt.

Jetzt ist Schluss mit Wurst und Milch ohne Branding oder nur von gesichtslosen Ketten.

prada-gucci-versace-louis-vuitton-pop-art-design

Endlich gibt es  Kekse von Dolce Gabbana, Eier von Versace und die Fast-Food-Nudeln von Burberry.

Nur Apple fällt ein wenig aus der Satire-Liste raus, denn die sind immer gut für eine obskure Erweiterung des Sortimentes.

Das Mergui-Werk erinnert uns an die Pop Art von Andy Warhol und wirkt wie eine modernisierte Variante dessen. Leider ist das aktuell noch Fiktion und wir könnten das maximal bei unserem eigenen Label ins Leben rufen.

Die humorvollen Persiflage-Verpackungen sollen laut Peddy Mergui keine der Marken bösartig auf die Schippe nehmen, sondern sind eher als Hommage gedacht. Kunst darf sowieso alles.

Unsere Bilder stammen von www.peddymergui.com

Kommentar verfassen