Maximilian von Bergen & Vinzent Paasch: Contemporary Art mit urbanem Flair

Wenn moderne Kunst mit Street Art-Elementen Hand in Hand geht, entsteht im Bestfall äußerst Innovatives.

Und bei der Kreation von urbaner Avantgarde, stehen wir mit unseren Superflu-Künstlern an vorderster Front.

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Vor allem bei Veranstaltungen wie der IBUG gilt es, das gesamte Ideen-Potential abzurufen und die Werke mit der bestehenden Architektur in Einklang zu bringen. Denn die sogenannte Industriebrachen-Umgestaltung, die sich in verschiedensten Gesellschafts-Schichten enormer Beliebtheit erfreut, hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den verfallenen Fabriken neue Aufmerksamkeit zu schenken.

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Die marodierenden Hallen eines zerstörten Systemes lechzen förmlich danach, noch einmal von Menschen genutzt zu werden. Vielleicht können sie durch die neuen Verzierungen ihr absolutes Ende noch ein Stück nach hinten verschieben.

Bei der in Mitteldeutschland inzwischen zur festen Institution gewordenen IBUG, erschaffen zahlreiche international bekannte Künstler, sowie aufstrebende Talente, faszinierende Kunst im öffentlichen Raum.

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Die beiden Superflu-Designer Maximilian von Bergen und Vinzent Paasch hatten nach ihrer Einladung den Anspruch, den späteren Besuchern des Events etwas gänzlich Neues zu präsentieren.

Als ein Kind der 80er und der gleichzeitigen Begeisterung für Technik, war es für Maximilian die logische Konsequenz, die über Jahre gesammelten Platinen mit der kultigen Pixel-Optik der alten Videospiele zu kombinieren. Denn exakt für diese Art der grafischen Symbolik boten sich die Leiterplatten an.

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Die meisten der A4-Flächen wurden im grünlichen Original belassen und andere mit Lackfarbe dem Zweck des gewünschten Kontrastes angepasst. Bereits davor stand das Grundieren der Wand, in fließenden Farbübergängen, als erster Arbeitsschritt im Mittelpunkt.

Als nächstes galt es, die Wand mit dem Laser zu vermessen und die perfekten Positionen für die einzelnen Platinen zu finden, was sich als ausgesprochen schwierig erwies. Die geringste Abweichung innerhalb der Zwischenräume hätte das komplette Raster und die benötigte Parallelität vernichtet.

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Doch am Ende stand ein filigran aufgeklebter Space Invader zu Buche, der in seinen riesigen Ausmaßen und der originellen Materialwahl den Blickfang-Status erreichte und zudem zahlreich in Print-Magazinen und Online-Blogs veröffentlicht wurde.

In den Designs von Vinzent Paasch offenbart sich häufig eine ernste Kritik an der Überwachung des Einzelnen oder sie zeigen eine satirische Auseinandersetzung mit der Medienwelt und den grotesken Auswüchsen einer überbordenden Technisierung unseres alltäglichen Lebens.

Genau in dieses Genre passt auch der Paascheske Beitrag, der sich mit den originalen Kameras sofort in den Fokus der vielen Tausend Kunstfreunde katapultierte. Natürlich bringt erst die Symbiose mit dem mondänen goldenen WC den finalen Effekt.

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Zusammen mit dem I-Tüpfelchen in Form des Hinweis-Schildes, auf dem Vinzent eine mögliche Zukunft skizziert, kann sich kaum einer der IBUG-Gäste einem Foto verwehren. Schmunzeln, Freuen, Nachdenken, Aufbegehren. Die Emotionen zur Darstellung der totalen Kontrolle sind vielfältig.

Wir sind gespannt auf die Entwicklung der Datensammelwut und genauso auf die nächste IBUG Ende August. Hier kommt ihr zu weiteren Infos: www.ibug-art.de

 

 

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1 Kommentar

  1. Lisa sagt:

    Wow cool, hatte die Projekte vergangenes Jahr auf der Ibug gesehen und war auch echt begeistert. Es war anderes, was spezielles….nicht dieser “Einheitsbrei”. Für mich persönlich auch echt die Hingucker. :) Es war soviel los dort, aber die beiden Sachen sind mir in Erinnerung geblieben.